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Hauptstraße um 1930‎
Die Informationstafel zeigt einen historischen Blick auf die Hauptstraße. Hier erfahren Sie mehr über ‎ihre Geschichte, ihre Gebäude und die Veränderungen im Laufe der Zeit. Alle Informationen sind ‎entsprechend ihrem historischen Quellenwert gekennzeichnet.‎

Auf einen Blick

Ort

Hauptstraße – Stadtmitte

Thema

Hauptstraße als Zentrum von Handel, Handwerk und ‎öffentlichem Leben

Aufnahme

wahrscheinlich Ende der 1920er-/Anfang der 1930er-Jahre ‎

Besonderheiten

Ein Großteil der Gebäude besteht bis heute

Fotograf / Verlag

unbekannt

Kurzbeschreibung ‎
Die historische Aufnahme zeigt die Hauptstraße um 1930. Sie war damals wie heute das Herz ‎Hüfingens. Rund um die damalige Volksschule mit Feuerwehr sowie um Geschäfte, ‎Handwerksbetriebe, Gastwirtschaften und öffentliche Einrichtungen spielte sich das tägliche Leben ‎der Stadt ab. Viele der Gebäude prägen das Ortsbild bis heute. ‎ ‎[1][2]‎

Geschichte
Über Jahrhunderte entwickelte sich die Hauptstraße zur wichtigsten Straße Hüfingens. Hier ‎konzentrierten sich Handel, Handwerk, Gastgewerbe und öffentliche Einrichtungen. Die Straße ‎war das wirtschaftliche und gesellschaftliche Zentrum der Stadt und ist es bis heute geblieben.‎
Das markante Gebäude auf der linken Straßenseite wurde 1740/41 als Rathaus errichtet. Im Laufe ‎seiner Geschichte änderte sich seine Nutzung mehrfach. Nach Zeitzeugenangaben befanden sich ‎zur Zeit der Aufnahme in dem Gebäude die Volksschule und die Feuerwehr. ‎
Im Zuge der Altstadtsanierung wurde das historische Gebäude umfassend saniert und ‎durch einen Erweiterungsbau ergänzt. Seit 1992 bildet es wieder den Mittelpunkt des ‎heutigen Rathauskomplexes. ‎
Auch die „Forelle“ blickt auf eine besondere Geschichte zurück. Bei ‎Renovierungsarbeiten wurden religiöse Fresken entdeckt. Sie führten zu der Vermutung, ‎dass in dem Gebäude einst eine der zahlreichen Hüfinger Kaplaneien beheimatet war. ‎Welche Kaplanei dies war, ist bislang nicht eindeutig geklärt.‎
Die historische Aufnahme vermittelt einen Eindruck des damaligen Alltags. Zahlreiche Geschäfte, ‎Handwerksbetriebe und Gastwirtschaften prägten das Straßenbild. Viele Häuser vereinten ‎Wohnen, Arbeiten und Verkaufen unter einem Dach. Die Hauptstraße war damit nicht nur ‎Verkehrsweg, sondern Treffpunkt und Lebensmittelpunkt der Hüfinger Bevölkerung. [1][2][4]‎

Die Gebäude auf dem Foto
Vor dem Gebäude ist der Marienbrunnen mit seiner Brunnenfigur zu sehen. [1][2]

Linke Straßenseite (von vorne nach hinten): ‎
• Volksschule und Feuerwehr ‎
• Volksbank, später Schneider Straub‎
• Ernst Schmid (verdeckt) ‎
• Schmied Franz Widmann ‎
• Sattlerei Riegger

Rechte Straßenseite (von vorne nach hinten): ‎
• Café Deutsch
• Vermutlich ehemalige Kaplanei, heute Restaurant „Forelle“‎
• Gasthaus „Hirschen“, später Friseur Friedrich
• Metzgerei Hall
• Bäckerei Hofmaier
• Lebensmittel Egger
• Haus Moog, Gasthaus „Kranz“ mit Tuchhandlung Krebs. ‎[2][4]‎

Veränderungen ‎
Die Hauptstraße hat ihren Charakter als Mittelpunkt der Stadt bis heute bewahrt. Viele ‎der historischen Gebäude sind noch erhalten, auch wenn sie heute teilweise anders ‎genutzt werden als zur Zeit der Aufnahme. Zahlreiche kleine Handwerksbetriebe und ‎familiengeführte Geschäfte sind im Laufe des 20. Jahrhunderts verschwunden oder ‎wurden durch neue Nutzungen ersetzt.‎
Das historische Gebäude ist heute Teil des Rathauskomplexes. [1][2]‎
Der Marienbrunnen blieb vor dem Gebäude erhalten. Im Zuge der Neugestaltung des ‎Straßenraums wurde er 1964 innerhalb seines bisherigen Standortbereichs um wenige Meter ‎versetzt. Gleichzeitig erhielt das stark verwitterte Brunnenbecken eine vollständige Erneuerung.‎ [1][2]‎

Wussten Sie schon? ‎
Früher lagen Wohnen, Arbeiten und Einkaufen oft unter einem Dach. Viele Häuser an der ‎Hauptstraße beherbergten gleichzeitig eine Wohnung, eine Werkstatt und ein Ladengeschäft. Die ‎Wege waren kurz – das tägliche Leben spielte sich fast vollständig in der Hauptstraße ab.‎
Bei Renovierungsarbeiten in der „Forelle“ kamen religiöse Fresken zum Vorschein. Sie lassen ‎vermuten, dass hier einst eine Kaplanei untergebracht war.‎ [2]‎

Quellen und Beleglage
Die Informationen beruhen auf schriftlichen Quellen, historischen Fotografien, örtlichen ‎Unterlagen und Zeitzeugenangaben und sind entsprechend ihrer Beleglage gekennzeichnet:‎
‎✅ gesichert – durch schriftliche Quellen oder Archivunterlagen belegt
🟡 wahrscheinlich – durch mehrere Hinweise oder Indizien gestützt
‎⚪ Zeitzeugenwissen – örtliche Überlieferung oder persönliche Erinnerungen

Schriftliche Quellen
‎‎[1] August Vetter: Chronik der Stadt Hüfingen ✅‎
‎[2] Beatrice Scherzer / Hermann Sumser: Hüfingen – Führer durch eine alte Stadt. Ein ‎historischer Spaziergang, Stadt Hüfingen 1996, S. 32.  ✅‎

Lokale Quellen
‎[3] Unterlagen der Bürgerstiftung Hüfingen ✅‎
‎[4] Zeitzeugenberichte und private Sammlungen ⚪‎

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